Die Geschichte der Advent-Gemeinde Saarbrücken

lm Frühjahr 1907 kam der Adventist Falemann nach Saarbrücken. Hier mietete er ein Zimmer in einem Hotel, ging tagsüber von Haus zu Haus und redete mit den Menschen über die Bibel. Auch verteilte er Flugblätter. Wer sich für die Heilige Schrift interessierte wurde von ihm in sein Hotelzimmer eingeladen. Hier legte er die Bibel aus.

Später mietete Falemann einen Raum in diesem Hotel und begann mit öffentlichen Vorträgen über die Heilige Schrift. Etliche Personen baten um die Glaubenstaufe.

Noch im Jahr 1907 wurde in Saarbrücken die erste Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten im Saarland gegründet.

Politische und damit verbundene wirtschafliche Veränderungen haben das kleine Saarland in den letzten knapp 120 Jahren geprägt, wie kein anderes deutsches Bundesland. Diese Veränderungen gingen auch an der Adventgemeinde nicht spurlos vorbei.

Nachfolgend ein kurzer geschichtliche Abriss der Ereignisse.

1907 - Gründung der Adventgemeinde in Saarbrücken als Folge evangelistischer Vorträge.

1914 - Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zählte die Gemeinde 20 Glieder.

1920 - Vom Genfer Völkerbund getragen und verwaltet von Frankreich entsteht das "Saargebiet".

Die Grenze nach Deutschland ist zu. Dafür ist die Grenze nach Frankreich offener. Durch Wegzug vieler Glieder verkleinert sich die Gemeinde zahlenmäßig auf 15. Zwischen den Adventgemeinden Saarbrücken und Metz besteht guter Kontakt.

1924 - Die Gemeinde ist zahlenmäßig gewachsen auf 70 Glieder.

1915 - Volksabstimmung an der Saar, mit dem Ergebnis: "Zurück ins Deutsche Reich".

In der Adventgemeinde ergeben sich Veränderungen: Die Franzosen, die man kannte, gingen, die Deutsche, die man nicht kannte, kamen.

1939 - Ausbruch des 2. Weltkrieges. Die Bewohner Saarbrückens werden evakuiert. Infolgedessen löst sich auch die Adventgemeinde auf. Ein Jahr später Rückkehr der Stadtbevölkerung und damit auch der Gemeindeglieder. Die Gottesdienste finden im Gemeindesaal "Am Neumarkt" statt.

1944 - Nach einem Luftangriff am 5.10. ist Saarbrücken eine Ruinestadt. Darunter leidet in Folge auch das Gemeindeleben. Nach dem 2. Weltkrieg Zuzug von Flüchtlingen aus vielen Teilen Deutschlands. In dieser Zeit bestand die Adventgemeinde aus ca. 40 Gliedern. Ihre Gottesdienste führte sie in einem Haus in der
Bahnhofstraße, später in der Rotenbergschule. Ein eigenes Haus bekam die Gemeinde in der St. Josef-Straße.

1961 wurde die Gemeinde "Körperschaft des öffentlichen Rechts im Saarland" und hat den Status einer Freikirche.

1969, genau am 29.03.1969, wurde eine neue eigene Kapelle in der Rückstraße 12 bezogen. In dieser Zeit
war die Gliederzahl auf 120 gewachsen.

In diesen Räumlichkeiten finden heute alle Veranstaltungen statt.